Ich glaube, wir haben zu sehr den Eindruck erweckt, die Mitgliedschaft sei ein Abonnement.
Ich verstehe, warum. Du kannst zwischen einer monatlichen, einer jährlichen und einer lebenslangen Mitgliedschaft wählen. Du zahlst, kannst unsere Leistungen nutzen, und auf der Rechnung steht „Mitgliedschaft“.
Mit einem Streaming-Abo kannst du noch heute Abend einen Film ansehen. Eine Organisation, die Biostase anbietet, muss unter Umständen jahrzehntelang einsatzbereit bleiben, bevor ein Mitglied sie braucht.
Auch die Bezeichnung „Spende“ trifft den Mitgliedsbeitrag nicht ganz. Mitglieder finanzieren Arbeit mit, die der gesamten Kryonik zugutekommt, erhalten dafür aber auch eine konkrete Leistung: Ein Team steht bereit, um im Bedarfsfall für sie tätig zu werden.
Damit stellt sich die zentrale Frage zur Mitgliedschaft. Was soll dir die Mitgliedschaft in den vielen Jahren bieten, in denen du gesund bist und eine Kryokonservierung hoffentlich noch lange nicht brauchst?
Mit dem Wachstum von Tomorrow.bio hat sich auch unsere Antwort verändert. Die Kryokonservierung bleibt im Mittelpunkt, aber die Mitgliedschaft sollte dir auch zu Lebzeiten etwas bieten.
Sie soll dir helfen, dich richtig vorzubereiten, wenn möglich länger zu leben, zu verstehen, was wir aufbauen, und andere Menschen kennenzulernen, die dieselbe ungewöhnliche Entscheidung getroffen haben.
Eine solche Mitgliedschaft ist eher eine Verbindung fürs Leben als ein Abonnement.
Am Anfang steht die Einsatzbereitschaft
Die Mitgliedschaft erfüllt zunächst einen praktischen Zweck: Sie finanziert die Einsatzbereitschaft.
Wenn ein Mitglied stirbt, können wir verlorene Zeit nicht zurückholen. Das Bereitschaftsteam muss einsatzfähig sein, Ausrüstung und Fahrzeuge müssen bereitstehen und die Zuständigkeiten müssen geklärt sein, bevor ein Notruf eingeht.
Dafür werden die regelmäßigen Mitgliedsbeiträge verwendet. Die Kosten des eigentlichen Verfahrens werden gesondert gedeckt, meist durch eine Lebensversicherung oder eine andere akzeptierte Finanzierungsform; die Einsatzbereitschaft muss jedoch schon vorher gesichert sein.
Dazu kommt der Papierkram. Zusätzlich zur Mitgliedschaft sind ein unterschriebener Vertrag zur Biostase, eine von uns akzeptierte Finanzierung und aktuelle persönliche Daten erforderlich.
Unser Team hilft dabei, diese Voraussetzungen zu erfüllen. So lassen sich die nötigen Formalitäten in Ruhe erledigen, damit Angehörige nach einem Todesfall nicht erst ratlos nach den richtigen E-Mails suchen müssen.
Der Artikel „Von vielleicht zu erledigt“ erklärt, welche Schritte nach dem Beitritt noch nötig sind, bis alles geregelt ist.von vielleicht zu erledigt erklärt. Das klingt nach einer Kleinigkeit, bis zu dem Tag, an dem es darauf ankommt.
Manche Menschen tragen diese Entscheidung jahrelang mit sich herum, bevor sie handeln. Wenn sie schließlich alles geregelt haben, fühlt sich das oft weniger einschneidend an als erwartet: Sie müssen sich um eine offene Frage nicht länger kümmern.
Dieses Gefühl der Erleichterung ist echt. Es entsteht durch Vorbereitung, nicht dadurch, dass man so tut, als wäre die Zukunft garantiert.
Tomorrow.bio kann keine Wiederbelebung versprechen. Wir können versprechen, nach heutigem Wissen die bestmöglichen Voraussetzungen für eine spätere Wiederbelebung zu schaffen, das Verfahren stetig zu verbessern und einsatzbereit zu sein, wenn ein Mitglied uns braucht.
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Die Mitgliedschaft soll auch zu Lebzeiten nützlich sein
Lange Zeit gab es bei Mitgliedschaften in Kryonikorganisationen ein grundlegendes Problem. Alle hofften, die wichtigste Leistung möglichst lange nicht in Anspruch nehmen zu müssen.
Ehrlich gesagt, das reicht nicht.
Hier setzt das Lifespan Extension Program an. Mitglieder können ihre Gesundheitsdaten, darunter Blutwerte, Messwerte zur Körperzusammensetzung und Daten aus Wearables, sowie die Beratung durch einen Experten für Lebensverlängerung nutzen, um schon jetzt fundiertere Entscheidungen über ihre Gesundheit zu treffen.
Das Programm ersetzt keine medizinische Versorgung und verspricht nicht, dass medizinische Fortschritte die verbleibende Lebenserwartung eines Menschen schneller erhöhen können, als dieser altert. Es bietet praktische Unterstützung, damit Mitglieder mit den heute verfügbaren Möglichkeiten länger gesund leben können.
Das ist wichtig, weil die Kryokonservierung von Anfang an als letzte Option gedacht war.
Wenn die heutige Medizin, Vorsorgemaßnahmen oder künftige lebensverlängernde Behandlungen einem Mitglied weitere Lebensjahre ermöglichen, warten wir gerne. Je später unser Einsatzteam gebraucht wird, desto besser.
In der Memberzone findest du deinen Mitgliedsstatus, Dokumente, Gesundheitsinformationen, Termine und Neuigkeiten. Der Memberzone-Leitfaden zeigt dir, wo du die einzelnen Informationen und Funktionen findest.
Daran wollen wir weiterarbeiten: Menschen dabei unterstützen, gut zu leben, im Hintergrund die Voraussetzungen für eine Kryokonservierung schaffen und beides nach dem neuesten Stand von Forschung und Technik verbessern.
Kryonik muss nicht die eigene Identität bestimmen
Hier lauert eine Falle.
Eine ungewöhnliche Entscheidung kann dazu führen, dass andere einen Menschen vor allem damit verbinden. Dann dreht sich jedes Gespräch um Protokolle, Kryoprotektiva, Lagertemperaturen und dieselben alten Debatten.
Wir lieben die technische Arbeit. Es ist unser Job, uns darin zu vertiefen.
Wer einen Vertrag zur Biostase unterschreibt, sollte sich deshalb aber nicht fortan in erster Linie als „Kryoniker“ verstehen müssen. Auch wer eine Lebensversicherung abschließt, macht sie deshalb nicht zum Mittelpunkt seines Lebens.
Biostase ist etwas, das man regelt, weil man das Leben schätzt. Sie ist nicht das Leben selbst.
Deshalb stehen im Club of Tomorrow persönliche Begegnungen und gemeinsame Unternehmungen im Mittelpunkt; ein weiteres Fachforum soll er nicht sein. Mitglieder können der privaten Gruppe beitreten, andere kennenlernen und an Veranstaltungen teilnehmen, ohne dass sich ihr gesamtes Sozialleben um Kryonik drehen muss.
In Gesprächen mit Mitgliedern hat sich gezeigt, wie unterschiedlich ihre Wünsche sind. Manche wünschen sich Treffen vor Ort und dauerhafte Kontakte. Andere kommen vielleicht gelegentlich vorbei, möchten sich aber weder über die Gruppe definieren noch zusätzliche Verpflichtungen eingehen.
Beides ist völlig in Ordnung.
Hilfreich ist zu wissen, dass man nicht die einzige Person ist, die diese Entscheidung getroffen hat, besonders wenn Freunde oder Familie sie nicht ganz nachvollziehen können. Die Entscheidung trifft jeder selbst, doch niemand muss damit allein bleiben.
Auch die Familie soll in die Vorbereitung einbezogen werden. Eine gemeinsame Vorbereitung hilft sicherzustellen, dass das Team im Ernstfall verständigt wird und die Finanzierung geklärt ist; zugleich können alle Beteiligten ihre Wünsche besprechen, bevor ein Notfall eintritt.
Die Mitgliedschaft erfüllt noch einen weiteren Zweck, der leicht übersehen wird, weil er den Mitgliedern nicht unmittelbar als einzelne Leistung zugutekommt.
Sie trägt dazu bei, die nötigen Strukturen für eine langfristig verlässliche Kryokonservierung aufzubauen.
Die Beiträge finanzieren die Bereitschaft des Einsatzteams, Personal, Ausrüstung, Mitgliederservice und die laufende Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die nötig ist, um die Qualität der Konservierung zu verbessern. Mit ihren Beiträgen sichern sich Mitglieder nicht nur die Möglichkeit, ein bereits verfügbares Verfahren in Anspruch zu nehmen. Sie helfen dabei, das Verfahren besser zu machen.
Das macht aus einem Forschungsziel keine Garantie. Manche Experimente werden scheitern. Manche technischen Projekte werden länger dauern als erwartet.
Trotzdem besteht ein großer Unterschied zwischen dem Vertrauen darauf, dass irgendjemand in Zukunft die Kryokonservierung verbessert, und der Finanzierung einer Organisation, die diese Arbeit jetzt leistet.
Dieselbe langfristige Sichtweise gilt für die Organisationsstruktur. Eine Organisation für Kryokonservierung darf weder von einem einzelnen Gründer noch von einer einzigen Generation oder der finanziellen Lage eines einzelnen Unternehmens abhängig sein.
Tomorrow.bio ist deshalb Teil eines Verbunds, in dem kommerzielle Tätigkeiten, Patientenbetreuung, Lagerung und langfristige Verantwortung organisatorisch getrennt sind. Damit soll sichergestellt werden, dass die Arbeit auch nach dem Tod der Menschen fortgesetzt wird, die sie begonnen haben.organisatorischen Ökosystems, das kommerzielle Tätigkeiten, Patientenbetreuung, Lagerung und langfristige Verantwortlichkeiten trennt. Der Zweck ist einfach: Die Mission muss die Menschen überdauern, die sie begonnen haben.
Damit Mitglieder darauf vertrauen können, braucht es Transparenz. Mitglieder sollten nachvollziehen können, woran wir gerade arbeiten, wer wofür verantwortlich ist, was sich verbessert hat und wo noch Arbeit nötig ist.
Sie dürfen auch erwarten, dass wir ihr Vertrauen immer wieder rechtfertigen. Für eine Mitgliedschaft, die ein Leben lang bestehen soll, reicht ein überzeugendes Verkaufsgespräch vor zwanzig Jahren nicht aus.
Was soll die Tomorrow.bio-Mitgliedschaft also bieten?
Bei der Mitgliedschaft geht es weder um eine Begeisterung für den Tod noch um eine Leistung, die erst nach dem Tod einen Nutzen hat.
Die Mitgliedschaft verbindet Menschen, die das Leben schätzen, mit einer Organisation, die sie dabei unterstützt, länger zu leben, für den Fall vorsorgt, dass die heutige Medizin nicht mehr helfen kann, und daran arbeitet, die Chancen auf eine spätere Wiederbelebung nach der Kryokonservierung zu verbessern.
Wir hoffen, dass du unser Einsatzteam nie brauchst.
Die Mitgliedschaft soll dir jedenfalls schon zu Lebzeiten etwas bieten.
Kurz gesagt: Die Tomorrow.bio-Mitgliedschaft soll das ganze Leben lang nützlich sein. Sie finanziert die Einsatzbereitschaft für eine Kryokonservierung, bietet Unterstützung für ein längeres Leben, ermöglicht Kontakte zwischen Mitgliedern und trägt zur laufenden Verbesserung der Kryokonservierung bei.
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